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Bayerische Volksstiftung
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Förderungen 2003-2007
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Auszüge und Beispiele aus der Förderliste
der Bayerischen Volksstiftung mit Unterstützung
der Matisse-Foundation (USA) in den Jahren 2003-2007
Zweckgebundene Mittelvergabe entsprechend Grundsatzvereinbarung zwischen der
Pierre and Maria Gaetana Matisse Foundation und der Bayerischen Volksstiftung
Entsprechend vorstehend benannter Grundsatzvereinbarung zwischen den beteiligten Institutionen wurden diese Fördermittel zu folgenden Zwecken ausgeschüttet:
• Erforschung der Biographie von Karl Graf von Spreti und Familie (Auswertung des Nachlasses, Erarbeitung einer Publikation, Durchführung einer Karl Graf von Spreti-Gedächtnis-Vorlesung etc.)
• zur Erforschung der Außenbeziehungen Bayerns in ihren historischen und aktuellen Bezügen.
• Zuschüsse für hochwertige Projektanträge im obigen Sinne entsprechender Institutionen/Persönlichkeiten
• Durchführung eigener entsprechender Projekte in Trägerschaft der Bayerischen Volksstiftung
• zur Intensivierung der auswärtigen Beziehungen Bayerns im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich
Die Verwirklichung vorgenannter Maßnahmen kann und soll insbesondere auch durch Einladung von Gastprofessoren aus dem In- und Ausland, Durchführung internationaler und nationaler wissenschaftlicher Tagungen, von kulturellen Projekten und Veranstaltungen, Förderung von Künstlern, Vergabe von Stipendien, Werkaufträge, Vergabe von Preisen, Publikationen etc. erfolgen. Der Vorsitzende wurde beauftragt, in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Beirat, der entsprechend der Grundsatzvereinbarung gebildet wurde, eine ausgewogene Vergabe der Fördermittel entsprechend obiger Zielsetzungen vorzunehmen und in Zweifelsfällen im Wege des Dringlichkeitsverfahrens den Stiftungsratsvorsitzenden zur Entscheidung beizuziehen.
VERANSTALTUNGEN IN GEDENKEN AN KARL GRAF VON SPRETI
„Diplomatie und außenpolitische Willensbildung
im Wandel der Zeit“
Veranstaltung am 4. April 2005
im Münchner Maximilianeum
Aus Anlass des 35. Todestages von Karl Graf von Spreti veranstaltete die Bayerische Volksstiftung eine Gedenkfeier im Bayerischen Landtag. Den Festvortrag hielt Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, MdB und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Am folgenden Tag lud Heinrich Graf von Spreti ausgewählte Gäste zu einem Gottesdienst und einem kleinen Empfang in Kapfing. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Broschüre veröffentlicht, die erste, kleine Einblicke in den Nachlass Karl Graf von Spretis gewährt.
„Musik und Politik – ein musikalischer Spaziergang“
Veranstaltung am 14. Mai 2006
im Goldenen Saal des Jesuitenkollegs St. Salvator in Augsburg
Der im Rahmen der Feierlichkeiten zum Mozartjahr in Augsburg gestaltete Festakt war durch einen einleitenden Vortrag von Prof. Dr. Hans-Michael Körner und einen wissenschaftlich-musikalischen Beitrag des Dirigenten und Pianisten Christoph Hammer gekrönt (siehe BAYERNSPIEGEL 3/2006 und 4/2006). Im Anschluss an den Festakt waren die Gäste zu einem Konzert der Augsburger Domsingknaben geladen.
„Karl Graf von Spreti – Bilder einer
diplomatischen Karriere“
Veranstaltung am 21. Mai 2007
im Völkerkundemuseum in München
Anlässlich des 100. Geburtstages Karl Graf von Spretis wurde ein Festakt veranstaltet, der sich ausschließlich dem Leben Spretis widmete. Im Zwiegespräch mit Jörg Zedler, dem Bearbeiter des Spreti-Nachlasses, las Prof. Dr. Hans-Michael Körner aus Texten, Briefen und diplomatischen Berichten Graf von Spretis, Jörg Zedler kommentierte die Situation als außenstehender Beobachter. Das Ganze wurde mit Bildern aus dem persönlichen Nachlass Graf von Spretis untermalt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Vokalensemble amarcord aus Leipzig, das für diesen Anlass Lieder der diplomatischen Stationen Graf von Spretis einstudiert hatte. Der Inhalt des Abends ist Grundlage für eine noch 2007 erwartete Veröffentlichung.
DAUERHAFT BEGLEITETE PROJEKTE
Bearbeitung des Nachlasses von Karl Graf von Spreti
Das zentrale Projekt des Sonderfonds ist die Aufarbeitung des Nachlasses Karl Graf von Spretis. Die Bearbeitung erfolgt durch Jörg Zedler, Mitarbeiter des Historischen Seminars an der LMU München. Das Projekt ist auf eine Dauer von 3 bis 5 Jahren angelegt. Im ersten Jahr wurde das vorhandene Material gesichtet, zum Großteil geordnet und katalogisiert. Im zweiten Jahr wurden Unterlagen des Auswärtigen Amtes und anderer Archive gesichtet, die in großem Umfang vorhanden sind, im dritten Jahr das bestehende Wissen durch Interviews mit Bekannten, Verwandten und Zeitzeugen erweitert und das Material für eine anstehende Publikation vorbereitet, die im Herbst 2007 erscheint.
„Außenbeziehungen Bayern in der Neuzeit“
Forschungsprojekt des Instituts für Bayerische Geschichte an der LMU München und der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
In diesem neu aufgelegten, 5-jährigen Forschungsprojekt soll das Thema "Außenbeziehungen Bayerns in der Neuzeit – Gesandtschaftswesen und Außenministerium als Grundlagen zur Erforschung der historischen Außenbeziehungen Bayerns" detailliert wissenschaftlich aufgearbeitet und veröffentlicht werden. Der Sonderfonds begleitet dieses Projekt als zentraler Förderer. Antragsteller und Projektleiter sind Prof. Dr. Alois Schmid und Prof. Dr. Ferdinand Kramer von der LMU München sowie Prof. Dr. Manfred Rumschöttel, Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns. Bis dato ist eine Datenbank entstanden, die diplomatische und konsularische Missionen erfasst. Ein nächster Schritt wird die Veröffentlichung der Daten im Internet sein, um das gewonnene Wissen der Allgemeinheit nutzergerecht zur Verfügung zu stellen.
donumenta 04 bis 07 in Regensburg
Republik Moldau (2004), Bulgarien (2005), Österreich (2006) und Rumänien (2007)
Die donumenta gehört inzwischen fest in das Kulturleben der Oberpfalz und ist einmal im Jahr kultureller Treffpunkt aller Donauländer. Jedes Jahr lädt die donumenta unter der Leitung der Gründerin und Volksstiftungspreisträgerin Regina Hellwig-Schmid Künstler eines anderen Donaulandes ein – insgesamt acht Länder bis 2010. Die donumenta galt als eines der wichtigsten Projekte für die Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt Regensburg. Der Karl Graf von Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung hat mit seinem Zuschuss den Druck des zweisprachigen Katalogs unterstützt, der weltweit von Fachleuten und Interessierten bestellt wird, die sich über die Kunstszene des jeweiligen Landes informieren wollen. 2006 wurde die donumenta durch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als ausgezeichneter Ort in die Liste der "365 Orte im Land der Ideen" aufgenommen.
Berchtesgadener Gespräche
Auf Einladung SKH Herzog Franz von Bayern, folgend einer ausgearbeiteten Idee des ehemaligen Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Prof. Albert Scharf, und Herrn Prof. Dr. Hans-Michael Körners, die anknüpft an die Treffen von Forschern und Schriftstellern unter König Max II. von Bayern, nehmen sich die Berchtesgadener Gespräche eines aktuellen oder geschichtlichen, internationalen Themas an und diskutieren dieses interdisziplinär innerhalb eines ausgesuchten Kreises nationaler und internationaler Persönlichkeiten. Die Ausgestaltung, Organisation und Durchführung der Gespräche hat Prof. Dr. Hans-Michael Körner von der LMU München übernommen. Das Ergebnis der vom Sonderfonds maßgeblich getragenen, dreitägigen Veranstaltung wird von ausgewählten Journalisten dokumentiert. Die Berchtesgadener Gespräche werden eine zentrale Wirkungsstätte für den intellektuellen und unbürokratischen Austausch von Wissenschaftlern gerade unter dem Gesichtspunkt interdisziplinären Verständnisses.
Salzburger Hochschulwochen
Die Salzburger Hochschulwochen sind eine Arbeitsgemeinschaft von wissenschaftlich interessierten Verbänden, die sich die Pflege der Wissenschaft und akademische Weiterbildung als Hilfe christlicher Daseinsbewältigung zur Aufgabe gestellt hat. Im Rahmen der Hochschulwochen treffen sich alljährlich Jugendliche aus ganz Europa. Der Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung bezuschusst jedes Jahr konkret die Beteiligung von ca. 20 Studenten aus Bayern an den Salzburger Hochschulwochen.
Korrespondenzen Westfälischer Frieden
Der Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung unterstützt die Edition der bayerischen Korrespondenzen zum Westfälischen Friedenskongress von 1648 durch die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
DRUCKKOSTENZUSCHÜSSE
Zulassungsarbeit "Diplomatie Bayerns"
Zulassungsarbeit von Andreas Galneder (Universität Regensburg), Thema: „Zwischen den Großmächten – Bayerische Diplomatie und außenpolitische Strategien in der Zeit des 2. Koalitionskriegs“.
Veröffentlichung "Auswanderung aus Oberbayern"
Forschungsprojekt und geplante Publikation der Münchner Historikerin Dr. Cornelia Oelwein über wichtige, ins öffentliche Leben in den USA bedeutend einwirkende Biographien von Auswanderern aus Bayern in den USA.
Dissertation "Museumspolitik in Bayern 1945-55"
Dissertation von Andreas Michler (Universität Eichstätt), Thema: „Museumspolitik in Bayern 1945–55. Zwischen amerikanischer Innovation und bayerischer Tradition“.
Dissertation „Geschichte der Amerikahäuser“
Dissertation von Reinhild Kreis (betreut von Prof. Dr. Hans Günter Hockerts an der LMU München), welche die spannende und reiche Geschichte der Amerikahäuser in Deutschland in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts untersucht. Im Vordergrund stehen Fragen nach Intentionen und Zielen der USA während dieser Zeit im Bereich der Kultur- und Informationspolitik, die Umsetzung der Zieldefinitionen in ein Kulturprogramm und schließlich die Rezeption des Programmes in der deutschen Bevölkerung.
Montgelas-Biografie, Band 2
Der erste Band der hoch gerühmten Biografie von Eberhard Weis erschien bereits im Jahr 1971. Er hört inhaltlich 1799 auf, befasst sich also noch nicht mit Montgelas als Minister. Der zweite Band, der die entscheidenden Jahre der Reformtätigkeit darstellt, umfasst 1000 Seiten.
Dissertation „Monarchiejubiläen in Bayern“
Dissertation von Simone Mergen (TU Dresden), Thema: „Monarchiejubiläen in Sachsen und Bayern im 19. Jahrhundert“.
Dissertation „Nationalsozialistische Expeditionspoltik“
Dissertation von Peter Mierau (LMU München), Thema: „Nationalsozialistische Expeditionspolitik. Deutsche Asien-Expeditionen 1933–1945“.
Buchveröffentlichung „Das Inntal“
Druckkostenzuschuss für eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Irmtraut Heitmeier an der Universität Innsbruck zu dem Thema „Das Inntal – Siedlungs- und Raumentwicklung eines Alpenlandes im Schnittpunkt der politischen Interessen von der römischen Okkupation bis in die Zeit Karls des Großen“.
Veröffentlichung „Freising in Europa“
Das Buch setzt sich zusammen aus Beiträgen von Mitarbeitern des Diözesanarchivs der Erzdiözese München und Freising sowie von Freisinger Autoren, die sich mit den internationalen Beziehungen des Bistums Freising und der Stadt von der Vergangenheit (um das Jahr 710) bis zur Gegenwart befassen.
Veröffentlichung zu Heinrich Wieland
Publikation vom Weiße Rose Institut e.V. mit dem Titel „Wissenschaft und Zivilcourage – Betrachtungen zu Heinrich Wieland“, die das Leben des Nobelpreisträgers der Chemie zum Thema hat.
Habilitationsschrift „Amerikabilder in Altbayern“
Habilitationsschrift von Dr. Rainald Becker (LMU München), Thema: „Amerikabilder in Altbayern, Schwaben und Franken von 1700 bis 1800“. Zentraler Gegenstand der Arbeit ist die Reaktion im Kurfürstentum Bayern und in den angrenzenden Territorien sowie in den benachbarten Reichsstädten auf die tiefgreifenden Umwälzungen im Norden Amerikas.
Edition Gesamtausgabe Pachelbel
Unterstützung der Edition der Gesamtausgabe der Vokalwerke des Nürnberger Komponisten Johann Pachelbel durch die Musikwissenschaftliche Fakultät der Universität Nürnberg-Erlangen.
Tagungsband „Italien am Main“
Veröffentlichung der Beiträge der Tagung „Italien am Main – Großherzog Ferdinand III. der Toskana als Kurfürst und Großherzog von Würzburg 1806–1814“ (Universität Würzburg, Prof. Dr. Wolfgang Altgeld).
WISSENSCHAFTLICHE PROJEKTE
Industrie- und Textilmuseum Augsburg
In Augsburg wurde in der ehemaligen, weltweit renommierten Kammgarnspinnerei das erste Textil- und Industriemuseum Bayerns aufgebaut. Gemeinsam mit internationalen Partnern entstand ein staatliches Museum als Zentrum eines neuen Stadtviertels. Mit dem Zuschuss förderte der Sonderfonds die Entstehung eines weltweit anerkannten Projekts mit breiten, internationalen Verflechtungen.
Bavaristische Ringvorlesung „Bayern – mitten in Europa“
Die im Sommersemester 2002 erstmals veranstaltete Bavaristische Ringvorlesung unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Michael Körner (Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, LMU München) ist zu einem wahren Renner geworden. Im Sommersemester 2004 stand die Vorlesungsreihe unter dem Thema „Bayern – mitten in Europa“ und wurde vom Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung gefördert. Die Vorlesungen wurden vom Bayerischen Fernsehen mitgeschnitten und 2004 auf BR alpha ausgestrahlt.
Tagung der Staatlichen Archive Bayerns: „Bayern und Salzburg“
Die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und das Salzburger Landesarchiv veranstalteten zusammen mit der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde eine wissenschaftliche Tagung mit dem Thema „Vom Salzachkreis zur Euregio. Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert“. Die Tagung beschäftigte sich mit den verschiedenen Aspekten zwischen Bayern und Salzburg, sei es politischer, wirtschaftlicher, kultureller oder gesellschaftlicher Belange. Vorträge und Diskussionen sind veröffentlicht.
Ausstellung und Konzert: Höchstädt – Brennpunkt
Europas 1704; „Triumph des Friedens“
Mit Staatsempfang wurde im Juni 2004 eine Ausstellung der Bayerischen Schlösserverwaltung zur Schlacht von Höchstädt 1704 eröffnet. Das vorgetragene Stück war von Pietro Torri, dem Hofkomponisten des Kurfürsten Max Emanuels, anlässlich des Friedens von Rastatt 1714 komponiert worden. Eine CD mit dem Titel „Le triomphe de la paix“ erschien beim Label ORF-Alte Musik.
Symposium „Münchner Hofkapelle des
16. Jahrhunderts im europäischen Kontext“
Die Musikhistorische Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erforschte in diesem internationalen Symposium die weit über Bayern hinaus bekannte Hofkapelle Or¬lando di Lassos. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Bayerischen Musikgeschichte hatte man internationale Wissenschaftler nach München eingeladen, um sich zu dem Thema auszutauschen.
Ausstellung „Die Welt von Byzanz – Europas östliches Erbe“
Die Archäologische Staatssammlung – Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigte diese Ausstellung in ihrem Münchner Haupthaus. Die Darstellung einer bedeutenden Geschichtsepoche der Alten Welt widmete sich in einem großen Bereich den vielfältigen kulturellen und politischen Bezügen zwischen Bayern und Byzanz.
Richard Wagner Kongress in Augsburg
Jedes Jahr findet der Richard Wagner Kongress in einem anderen Land statt. 2004 hat der Richard Wagner Verband Augsburg den Zuschlag bekommen und war vom 21. bis 23. Mai mit 700 Gästen aus aller Welt Schauplatz des Kongresses. Der Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung ermöglichte mit dem Zuschuss dem kleinen Augsburger Verband einen professionell organisierten Kongress.
Symposium „Von Wittelsbach zu Habsburg“
Internationale Tagung der Leopold Franzens Universität Innsbruck gemeinsam mit der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Tiroler Landesarchiv. Thema des Symposiums „Von Wittelsbach zu Habsburg“ war die gemeinsame Geschichte Tirols und Bayerns.
Büste König Otto von Griechenland
Das König Otto von Griechenland Museum in Ottobrunn konnte mit der Unterstützung des Sonderfonds für das Museum eine Büste König Ottos von Griechenland erwerben, die der Bildhauer Heinrich Max von Imhof 1838 gefertigt hatte.
Fernsehdokumentation „Richard Wagner und die Frauen“
In einer internationalen, sehr aufwändigen Fernsehproduktion nahm sich das Bayerische Fernsehen der Beziehung Richard Wagners zu Frauen dokumentarisch an, durchsetzt von fiktionalen Elementen.
Fernsehdokumentation „Vision und Traum –
das Cuvilliés-Theater in München“
Dieses Juwel unter den europäischen Theatern aus der Rokokozeit wurde in einer Fernsehproduktion des Bayerischen Rundfunks in den Blick gerückt. Da der originale Bühnenraum aufgrund Kriegszerstörungen nicht mehr existiert, wurden entsprechende Aufnahmen im Krumauer Theater in Tschechien gedreht. Diesen Teil der Dokumentation hat der Spreti Sonderfonds finanziert. Das Filmmaterial steht dem Theater in Krumau zur Verfügung.
Symposium Agostino Steffani
Agostino Steffani (1654–1728) war als Komponist und Musiker am Münchner Hof, bevor er als Hofkomponist an den Hof von Kurfürst Ernst August von Hannover ging, von dort als Diplomat nach Brüssel gesandt wurde und diplomatischen Kontakt zu Bayern unterhielt. Das Symposium, durchgeführt durch die Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte, wurde im Rahmen der Wiederaufführung Steffanis Oper „Alarico“ der Bayerischen Theaterakademie veranstaltet.
Erwerb von Handschriften Richard Wagners
Unterstützung des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth, um originale Handschriften von Richard Wagner zu erwerben. Das erworbene Konvolut besteht aus 470 Briefen und Schriftstücken.
Friedrich Graf von Spreti in Südamerika
Ein Familienmitglied des Hauses Spreti bereiste im 18. Jahrhundert Südamerika und schrieb darüber Tagebuch. Heinrich Graf von Spreti, Beiratsmitglied des Sonderfonds, lässt das vorhandene Material wissenschaftlich aufarbeiten, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu veröffentlichen.
Ausstellung Windsor/ Coburg – Universität Bayreuth
Die Verbindungen der beiden königlichen Häuser in einer internationalen Ausstellung, wissenschaftlich ausgearbeitet von Prof. Dr. Bosbach, Universität Bayreuth.
Ausstellung „Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit“
Das vom Verein Weiße Rose e.V. konzipierte und durchgeführte Ausstellungsprojekt, das durch sieben polnische Städte wanderte, hatte sich zum Ziel gesetzt, durch die Betrachtung der Vergangenheit und durch den Dialog über eine gemeinsame europäische Zukunft junge Menschen für die Verständigung beider Länder zu gewinnen.
Ausstellung „Simon Mayr“
Dem Leben und Werk des Ingolstädter Komponisten des 18. Jahrhunderts Johann Simon Mayr widmete sich eine gemeinsam mit der Kommune Bergamo/Italien erarbeitete internationale Wanderausstellung. Die Ausstellung, die zunächst in Ingolstadt zu sehen war, wanderte nach Bergamo, London und Göteborg.
Symposium „Musik zur Zeit Kurfürst Max Emanuels“
Das Musikwissenschaftliche Institut der LMU München hat sich 2006 der Musik am Hofe Kurfürst Max-Emanuels angenommen und in einem internationalen Symposium neueste Erkenntnisse und Meinungen ausgetauscht. Am Ende stand ein Konzert mit der Neuen Hofkapelle München unter der Leitung von Christoph Hammer in der Münchner Residenz.
Kolloquium – Bayern, China und die Shandongprovinz
Aus Anlass der 20-jährigen Partnerschaft Bayern-Shandong ist im Herbst 2007 ein wissenschaftlich-historisch-philologisches Kolloquium geplant, das u.a. von den Philologen und Historikern Prof. Dr. Dr. Peter Claus Hartmann und Prof. Dr. Michael Lachner gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei und dem Chinesischen Generalkonsulat veranstaltet wird.
KÜNSTLERISCHE PROJEKTE
Puppentheater Budapest – Babszinhaz
Innerhalb der Osteuropäischen Woche in München hatte das Künstlerhaus am Lenbachplatz 2004 das weltweit bekannte Budapester Puppentheater für zwei Vorstellungen in seine Räume geladen.
Sudetendeutsche Musiktage 2004 in der Oberpfalz
Unterstützung einer über Jahre gewachsenen, beachtlichen Institution kulturellen Austausches zwischen Bayern und Tschechien.
Konzert „Georg Muffat und Europa“
Die Schleißheimer Schlosskonzerte sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Musikpflege Bayerns. Mit Muffat wurde ein Passauer Kapellmeister des Barock vorgestellt, der maßgeblich an den europäischen Einflüssen der Musik seiner Zeit in Bayern beteiligt war.
Hörbuchprojekt „Emmerenz Meier“
Emmerenz Meier (1874–1928) aus dem Bayerischen Wald ist eine der interessantesten Frauenpersönlichkeiten Niederbayerns aus der Zeit um die Wende des 20. Jahrhunderts: Schriftstellerin, Wirtin, ausgewandert nach Chicago. Vier Musiker produzierten ein Hörbuch, das sich mit dem Schicksal der in den USA verstorbenen Schriftstellerin auseinandersetzt.
Konzertreise der Augsburger Domsingknaben nach Polen
Unterstützung einer Konzertreise der Domsingknaben nach Warschau, Danzig, Dresden und Berlin.
Sonderpreis des ARD Musikwettbewerbs
Gemeinsam mit der Deutschen Mozartgesellschaft hat der Sonderfonds einen eigenen Preis zum Mozartjahr 2006 für die beste Interpretation eines Mozartwerks gestiftet.
Arena – Erlanger Theaterfestival
In der internationalen Koproduktion „Shadows“ haben Studierende der Universität Erlangen gemeinsam mit der renommierten Theatergruppe K7 aus Großbritannien ein Theaterstück auf die Bühne gebracht, das als Zusammenspiel von medialer Kunst und Körpertheater konzipiert war. Der Sonderfonds unterstützte diese Produktion, die im Sommer 2005 in Erlangen präsentiert wurde und anschließend mit Unterstützung des British Arts Council auf dem Edinburgh-Festival zu sehen war.
Bert Brecht und Oskar Maria Graf in den USA
Ein berühmtes Photo zeigt, wie Oskar Maria Graf in New York dem schmalen Brecht „derart kräftig ins Kreuz haut, dass es ihm schier die Zigarre zerbröselt“. Beide aus Bayern stammende Schriftsteller waren während des nationalsozialistischen Regimes in den USA im Exil. Dieser Abend führte beide durch ihre Texte und Briefwechsel zusammen.
Waldsassener Singwochen
Die jedes Jahr von der Abtei Waldsassen durchgeführten Singwochen haben das Ziel, zusammen mit deutschen, österreichischen und tschechischen Musikern und Laienmusikern geistliche und weltliche Chormusik einzustudieren und in Deutschland und Tschechien aufzuführen.
Abschied Zubin Metha
Im Rahmen des Abschieds des Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper, Zubin Metha, hat das Indieninstitut ein Benefizkonzert organisiert, in dem der Maestro das Orchester der Hochschule für Musik und Theater München im Prinzregententheater dirigierte.
50 Jahre Tölzer Knabenchor
2006 feierte der Tölzer Knabenchor 50-jähriges Bestehen. Der Sonderfonds gab einen Zuschuss für eine internationale Konzertreise.
Passauer Orgelnacht
Im Rahmen der Europäischen Festwochen in Passau fand 2006 im Dom zu Passau eine Orgelnacht statt. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang konnten Musikliebhaber Orgelwerke aus vielen Jahrhunderten, gespielt von acht Organisten, genießen.
Ausstellung „Matisse – Jazz“
Das Germanische Nationalmuseum zeigt 2007 die Ausstellung „Matisse – Jazz“ als erste Einzelausstellung zu Matisse in Nürnberg überhaupt. Möglich wurde die Schau durch eine Kooperation des Germanischen Nationalmuseums mit dem Musée Matisse in Nizza.
NACHWUCHSFÖRDERUNG/BILDUNG
Besuch der „Global young Leader Conference“
Stipendiaten-Besuch des Schülers Tassilo Wanner an einer internationalen Schülerweiterbildung in den USA.
Ausstellung „Oswiecim/ Dachau – Dachau/ Auschwitz – Verständigung im Schatten der Vergangenheit“
Die Ausstellung dokumentierte die 15-jährige Geschichte eines Austausches von Politikern, Künstlern, Schüler und Jugendgruppen zwischen den KZ-Gedenkstätten Dachau und Auschwitz.
Studientag „Europa im Mai 2004“ der Kath. Landjugend Bayern
Angesichts der Osterweiterung der EU hatte die Katholische Landjugend Bayern einen Studientag mit dem Thema „Europa im Mai 2004 – Unsere Nachbarn in Mittel- und Osteuropa“ organisiert. Mit dem Zuschuss ermöglichte der Sonderfonds die Einladung von Referenten aus den neuen EU-Staaten.
Seminar „Geschichte der böhmischen Länder“
In Kooperation der Universitäten München, Wien und Prag wurde die „Geschichte der böhmischen Länder als multinationale Geschichte und als Geschichte internationaler Beziehungen seit 1848“ in einem Seminar behandelt, das im Wintersemester 2004 in den Städten München, Wien und Prag stattfand.
Exkursion nach Krakau
Mit diesem Projekt förderte der Sonderfonds eine wissenschaftliche, siebentägige Exkursion von Studierenden der Bayerischen Geschichte an der LMU München nach Krakau. Intention dieser Reise war es, bei den Studierenden das Verständnis für die Einbettung Bayerns in das historische Gefüge des alten und neuen Europa zu wecken und die Verbindungen zu Forschungseinrichtungen im Osten Europas zu verstärken.
Bildungseinrichtung in Guatemala
Die Organisation GuatePro e.V. unterstützt Frauen und Kinder in Guatemala. Im vorliegenden Projekt ging es um den Aufbau einer Schule, die Kindern in ländlichen Gebieten die Möglichkeit zum Schulbesuch gibt. Das mit Sonderfondsmitteln errichtete Gebäude erhielt den Namen Karl Graf von Spretis. Eine Gedenktafel an der Schule erinnert an den in Guatemala ermordeten deutschen Botschafter.
Studentische Austauschprojekte
der Hochschule für Musik und Theater München
In insgesamt drei internationalen Austauschprojekten haben Studierende der Hochschule für Musik und Theater in München mit Hochschulen anderer Länder gemeinsame Projekte, unter anderem die Haydn-Oper „Il mondo della luna“, erarbeitet.
Kulturfest für die Jugend im Rahmen eines
internationalen Radsportereignisses für Behinderte
In Holzkirchen wurde ein internationales Radsportrennen für Behinderte dazu genutzt, zugleich ein Kulturfest mit Unterstützung des Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung durchzuführen. Dies bot Gelegenheit, die Arbeit der Bayerischen Volksstiftung und des Sonderfonds auch im bayerischen Oberland und für die internationalen Gäste vorzustellen.
SONDERPROJEKT
Zuschuss zur räumlichen Ausgestaltung
der Bayerischen Vertretung in Brüssel
Im September 2004 konnte die Bayerische Vertretung bei der EU in Brüssel ein neues Domizil beziehen. Dass dieses mit Möbeln und Bildern der Bayerischen Schlösserverwaltung und der Bayerischen Staatsgemäldesammlung ausgestattet werden konnte, ist wesentlich der Anschubfinanzierung des Spreti Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung für die Restaurierung zu verdanken. Diese Unterstützung ist durch entsprechende Hinweise an den Ausstattungsgegenständen dauerhaft dokumentiert.
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© Bayerische Einigung e.V - Bayerische Volksstiftung,
01.02.2008 11:47
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